Reden Sie nicht über Corporate Language, setzen Sie eine Unternehmenssprache um!

Ist Corporate Language eines dieser Projekte, das in Ihrem Unternehmen auf die lange Bank geschoben worden ist? Dann gehen Sie es jetzt an!

Der sofortige Wiedererkennungswert eines Unternehmens ist heute wichtiger denn je: Vertrautheit schafft Vertrauen!

Zur Corporate Identity (CI) eines Unternehmens gehören

  • Unverwechselbarer Marktauftritt
  • Einprägsames Logo
  • Passende Informationsmedien
  • Passendes Design für Produkte
  • Passendes Design für Hauptsitz, Filialen etc.
  • Leitlinien, Visionen, Ziele
  • Unternehmenssprache

Corporate Language

Der Begriff Corporate Language (ugs. auch Unternehmenssprache) beschreibt den individuellen und charakterisierenden Sprachstil und -gebrauch eines Unternehmens. Somit wird unter dem Begriff Corporate Language die sprachliche Identität des Unternehmens verstanden. Sie bildet einen Teilbereich des Selbstbilds eines Unternehmens, der sog. Corporate Identity.

Quelle: Wikipedia

Die Unternehmenssprache (Corporate Language) ist ein wichtiger Bestandteil der CI  und eines unserer Kernthemen, das in der Praxis der Technischen Redaktion einen essentiellen Platz einnimmt. Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, welches Erfolgspotenzial in einer definierten Unternehmenssprache steckt, die klar geregelt ist.

Ein konsistenter Firmenwortschatz vereinfacht nicht nur die Abläufe innerhalb eines Unternehmens, sondern beeinflusst auch die Außenwirkung entscheidend. Über kontrollierte Sprache in der Kommunikation wird eine Marke als lebendig wahrgenommen und positiv zum Kunden transportiert. Sie beflügelt damit den unternehmerischen Erfolg. 

Verschenken Sie dieses Potential nicht!

Corporate Language entsteht nicht von alleine. Bei der Entwicklung müssen Unternehmen mehrere Punkte beachten: Verständlichkeit, Einheitlichkeit, Einfachheit, Kundenorientierung, Modernität und Authentizität.


Verständlichkeit

Ein Unternehmen muss verstanden werden! Die Verständlichkeit ist eine der wichtigsten Säulen funktionierender Firmenkommunikation und beruht nicht nur auf Lesbarkeit, sondern auch auf eindeutigen Benennungen für Produkte, Leistungen und Verfahren. Wer verständlich kommunizieren kann, beweist Transparenz.

Einheitlichkeit

Damit sind nicht nur Schreibweisen, Produktnamen und Standards gemeint. Es geht auch darum, Begriffe und Formulierungen konsequent einzusetzen oder zu vermeiden sind, abhängig vom Kontext, in dem sie eingesetzt werden und vom festgelegten Sprachstil.

Darunter fallen auch vermeintlich triviale Aspekte wie Begrüßung oder Verabschiedung: Servus, Gruezi und Hallo, oder himmelblaue Grüße? Die Grußformel muss zum Unternehmen passen!
Wie werden Kunden angesprochen (Du, Sie, Dialekt)? Mit welcher Schlussformel werden E-Mails beendet  (“Hochachtungsvoll“, “Viele Grüße“, “MfG“)?

Einfachheit

Einfachheit ist eine Denkhaltung: Klare Sätze, übersichtliche Leseeinheiten und verständliche Formulierungen werden vom Kunden positiv wahrgenommen, da sich das Unternehmen nach seinen Bedürfnissen ausrichtet, und steigern die Kundenzufriedenheit nachhaltig. Wenn ein Unternehmen für Einfachheit steht, wird aus einem “Wir schreiben Ihnen hiermit bezüglich Ihrer Anfrage vom …” ein vereinfachtes “Sie interessieren sich für xy. Das freut uns.

Kundenorientierung

Es gilt der alte Grundsatz: Der Ton macht die Musik! Nicht nur im Service, auch in der Sprache muss sich ein Unternehmen kundenorientiert präsentieren: Der Kunde sollte sprachlich im Mittelpunkt stehen. Wenn eine freundliche Tonalität von Anfang an definiert ist, gibt es einen Standard, der von jedem Mitarbeiter konsequent und durchgängig umgesetzt werden kann.

Modernität

Eine moderne, spannende Sprache bedeutet immer einen Qualitätsvorsprung. Sprache vermittelt nicht nur Inhalte, sondern baut eine Beziehung zum Kunden auf und festigt sie. Bürokratische Floskeln, verstaubte Formulierungen oder Nominalisierungen wie beispielsweise “Einstellung vornehmen” statt “einstellen” haben keinen Platz mehr in Schreiben moderner Unternehmen.

Authentizität

Last but not least: Eine Corporate Language funktioniert nur dann, wenn sie auch als authentisch wahrgenommen wird und dadurch Vertrauen schafft. Sie muss zum Unternehmen und seinen Unternehmenswerten passen und sie sprachlich verdeutlichen.


Es ist ein nicht unwesentlicher Aufwand, diese Punkte zu definieren und konsequent umzusetzen – aber es lohnt sich!

“Wenn die Sprache nicht stimmt, ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist.”
– Konfuzius

Benötigen Sie Hilfe beim Aufbau eines einheitlichen Firmenwortschatzes? Sprechen Sie uns an!

Wir reden nicht nur über Corporate Language, sondern setzen uns seit über einem Jahrzehnt dafür ein, Unternehmen bei der Terminologiearbeit zu unterstützen. Dazu haben wir unsere Terminologieverwaltungssoftware TippyTerm entwickelt, die kontinuierlich verbessert wird und demnächst in Version 1.6.4 erscheint. Damit können Sie nicht nur Benennungen, sondern auch Formulierungen und ganze Sätze verwalten – lassen Sie sich überzeugen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.